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Zeitmanagement

Wer seine Zeit effizient nutzt, der schafft es auch ohne Nachtschichten durchs Referendariat zu kommen. Die folgenden Tipps können dabei hilfreich sein:

 

  1. Mit Nachtschichten gar nicht erst anfangen
Zeitmanagement

Nachtschichten ziehen immer einen „Rattenschwanz“ nach sich. Denn wer bis spät nachts arbeitet, der gönnt sich in der Regel am darauffolgenden Tag erst einmal einen kleines Nachmittagsschläfchen nach der Schule. Das Ergebnis davon –  man sitzt wieder bis spät in die Nacht. Wesentlich sinnvoller ist es, wie auch in anderen Berufen, eine Stunde Mittagspause einzuplanen und danach gleich mit der Vorbereitung für den nächsten Tag bzw. Korrekturen zu starten. Spätestens um 10 Uhr muss dann Schluss sein und wer seinen Nachmittag effektiv nutzt, dem gelingt das auch.

  1. Freistunden in der Schule zum Arbeiten nutzen

Das Stundendeputat eines Referendars bewegt sich in der Regel zwischen vier und 17 Wochenstunden. Das hört sich für Außenstehende nun wahrlich nicht viel an, doch wer in dem Beruf arbeitet, weiß, dass sich diese Stundenzahl schnell verdrei- bzw. vervierfacht, wenn man die Stundenvorbereitung, Korrekturen und das Schreiben von Protokollen für Seminarsitzungen miteinrechnet. Wichtig ist es daher, Arbeitszeit auch wirklich für Arbeit zu nutzen. Gerade wenn man sich mit Seminarkollegen gut versteht, passiert es schnell, dass man zwei Freistunden verplaudert. Natürlich tut es auch gut, sich mit den anderen auszutauschen, einmal gemeinsam zu jammern oder jemand anderem bei der der Vorbereitung der Lehrprobe zu helfen. Allerdings sollte das nicht die Regel sein. Wirklich effektiv arbeitet man nur dann, wenn man sich von Anfang an bewusst vor Augen hält, dass auch freie Stunden in der Schule effektiv genutzt werden können. Die meisten Lehrer gehen dazu in den Silentium-Raum, aber an vielen Schulen gibt es auch Gruppenräume oder Schülerbibliotheken, die auch vormittags oft frei stehen und sich perfekt eignen, in aller Ruhe den Unterricht für den nächsten Tag vorzubereiten.  Nicht wenige Lehrer berichten sogar, dass sie in der Schule oft wesentlich konzentrierter und damit effizienter vorbereiten als zu Hause.

  1. Ordnung am Arbeitsplatz und auf dem Rechner

Zu Beginn des Referendariats haben die wenigsten ihre sich allmählich anhäufenden Materialien – ob in analoger oder digitaler Form –  strukturiert geordnet. Spätestens wenn sich das Stundendeputat auf etwa 15 Wochenstunden erhöht, ist die Unordnung am Schreibtisch bzw. Laptop aber nicht mehr weit. Gerade wenn man eine Jahrgangsstufe zum zweiten Mal im selben Fach unterrichtet, macht sich strukturiertes Arbeiten mehr als bezahlt. Wie das gelingt, könnt ihr bald in einem gesonderten Blog-Artikel nachlesen.

  1. Nicht stundenlang am perfekten Stundeneinstieg basteln

Ein gelungener Stundeneinstieg mag zwar schön sein, aber nicht das, worauf es bei der Bewertung durch den Seminarlehrer letzten Endes ankommt. Sinnvoller ist es vielmehr, das Pferd von hinten aufzuzäumen und sich zu Beginn der Stundenplanung zunächst einmal damit auseinanderzusetzen, was das „Ergebnis“ der Stunde sein soll. Welche Aspekte sollen beispielsweise in einem Hefteintrag oder auf Arbeitsblatt gesichert werden? Erst wenn der Inhalt der Stunde steht, gilt es sich Gedanken zu machen über Einstieg,  Sozialformen und Ausklang der Stunde.

  1. In Vorarbeit gehen

Wem es gelingt, bei seiner Unterrichtsvorbereitung eine Woche voraus zu sein, der arbeitet zwar unterm Strich genauso viel wie andere, allerdings ohne den Druck, unter dem die meisten Referendare leiden, und damit effizienter. Wer kennt die Situation nicht: Es ist 21 Uhr, man hat noch eine Unterrichtsstunde für den nächsten Tag vorzubereiten, aber eine zündende Idee für den Einstieg fehlt, man muss sich selbst erst noch in das Thema einarbeiten, und überhaupt, wie soll man aus diesem Thema eine schüleransprechende Stunde basteln? In dem Wissen, dass es bereits 21 Uhr ist und man eigentlich viel lieber auf der Couch liegen würde als am Schreibtisch zu sitzen, wird das  – ohne hellseherische Fähigkeiten haben zu müssen – ein zähe Stundenvorbereitung mit einem mittelmäßigen Ergebnis werden. Wer dagegen weiß, dass er eine Stunde vorbereitet, die erst in der darauffolgenden Woche gehalten werden muss, dem geht die Vorbereitung in der Regel wesentlich einfacher von der Hand. Wer das einmal probiert hat, der weiß, wovon ich spreche.

Aber wie gelingt das? Natürlich ist die grundlegende Voraussetzung dafür ein effektives Zeitmanagement. Zunächst einmal muss man es ja schaffen, sich eine ganze Woche vorzuarbeiten. Das gelingt zum einen, wenn man die oben genannten Punkte befolgt und zum anderen, wenn man auch die Ferien nicht gleichsetzt mit arbeitsfreier Zeit, sondern eben damit, was sie sind: unterrichtsfreie Zeit. Natürlich sollen Ferien auch der Erholung dienen, aber davon auszugehen, dass ein Lehrer mehr Urlaub als ein durchschnittlicher Arbeiter hat, wäre blauäugig. Realistisch ist es, sich vor Augen zu halten, dass auch andere Menschen etwa sechs Wochen im Jahr Urlaub haben und die fallen bei einem Lehrer nun einmal auf die Sommerferien. Natürlich darf und soll man sich auch in den anderen unterrichtsfreien Zeiten etwas Entspannung gönnen, aber man soll diese Zeit auch nutzen, um sich für die darauffolgenden Wochen wieder etwas vorzuarbeiten.

Wenn man es denn geschafft hat, sich einen Vorsprung bei der Unterrichtsvorbereitung zu erarbeiten, dann ist es wiederum wichtig, sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen und Freistunden am Vormittag wieder für Kaffeepausen zu nutzen – denn dann wäre der Vorsprung innerhalb kürzester Zeit auch schon wieder dahin. Vielmehr sollte man weiterhin an dem gewohnt straffen Zeitmanagement festhalten. Ziel ist es ja nicht, durch die Vorarbeit weniger als andere zu arbeiten, sondern genauso viel – aber eben ohne Druck und damit entspannter durch den Berufsalltag zu kommen.

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