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ab-ins-referendariat.de

Blog für Referendare und Lehrerinnen & Lehrer

Hier findet ihr Tipps rund um das Referendariat

Herzlich willkommen bei ab-ins-Referendariat. Hier findest du hilfreiche Tipps und Anregungen für einen gelungen Start ins Referendariat. Schau dich einfach auf unserem Portal um. Du findest hier laufend neue Blog-Einträge zu den unterschiedlichsten Themen rund um das Thema Schule und den Beruf des Lehrers, die dir bei deiner Arbeit helfen können. Für alle Neulinge, die ganz frisch in den Vorbereitungsdienst starten, haben wir außerdem ein kleines Starterpaket mit Produkten zusammengestellt, die in keiner Lehrertasche fehlen dürfen, um euch den Einstieg so leicht wie möglich zu machen.

 

Der Countdown läuft – Gut vorbereitet ins Referendariat starten

Hier sollte das Bild einer Referendarin zu sehen sein (Referendariat)

Nachdem man schon zu UniZeiten immer wieder die schlimmsten Geschichten über das Referendariat gehört hat, quälen sich viele, die kurz vor dem Referendariat stehen, mit tausenden Fragen: Was kommt auf mich zu? Wie kann ich mich auf das Referendariat vorbereiten? Gibt es nützliche Dinge, die ich mir schon im Vorfeld besorgen könnte, um gut ausgestattet ins Referendariat zu starten? (…) Wir versuchen im Folgenden einige dieser Fragen zu beantworten.

 

Was kommt auf mich zu?

Zunächst einmal können wir alle diesbezüglich etwas beruhigen. In aller Regel verlaufen die ersten Tage bzw. Wochen des Referendariats noch relativ entspannt. Es gilt in diesen ersten Tagen vor allem die Seminarlehrer wie auch die anderen Seminarkollegen kennenzulernen und einen ersten Eindruck vom Schulleben zu gewinnen, nachdem man bis auf wenige Praktika die letzten Jahre zwar vielleicht viel Theorie zum Lehren und Lernen gehört hat, aber wenig Praxiserfahrung sammeln konnte.

Die erste bzw. manchmal die ersten beiden Wochen verbringt man also zunächst noch damit, bei anderen Lehrern zu hospitieren, bevor man selbst allmählich eigene Lehrversuche wagen darf. In den meisten Bundesländern erhält man dann erst nach einigen Wochen der Eingewöhnung eigene Klassen, in denen man zusammenhängenden Unterricht hält. Dabei werdet ihr schnell merken,  dass das Unterrichten keine Zauberei ist, sondern ein Beruf, in dem man sich mit dem notwendigen Know-How und einer gewissen Grundausstattung schnell zurechtfindet.

 

Wie kann ich mich auf das Referendariat vorbereiten?

Manche haben kurz vor Start des Referendariats das Gefühl, wie auf heißen Kohlen zu sitzen. Irgendwie möchte man anfangen, sich schon etwas vorzubereiten, aber man weiß nicht wirklich wie. Immer wieder findet man deshalb in verschiedenen Facebook-Foren Fragen nach Literaturtipps. Wir persönlich finden diese allgemeinen Bücher zu Pädagogik oder Didaktik wenig hilfreich. Tatsächlich sollte man sich den Rat vieler zu Herzen nehmen, die stressfreie Zeit vor dem Referendariat einfach zu genießen. Wer aber einfach nicht anders kann, dem könnten die folgenden Tipps helfen:

 

1. Versicherungen

Die wichtigsten Versicherungen zum Start ins Referendariat sind Krankenversicherung, Schlüsselversicherung und Dienstunfähigkeitsversicherung. Unser Ratschlag lautet hier: Sucht euch einen unabhängigen Versicherungsvertreter, der euch verschiedene Angebote verschiedener Versicherungen vorstellt. Natürlich bekommt auch ein solcher Makler Provision und wird mitunter Anbieter besonders bewerben, bei denen seine Provision etwas höher ausfällt. Nichtsdestotrotz bekommt ihr hier zumindest schon einmal verschiedene Angebote im Vergleich.

Vorsichtig sollte man sein mit Empfehlungen von anderen. Jeder hat beispielsweise eine andere Krankheitsgeschichte, sodass nicht jede Krankenversicherung für jeden gleich gut passt. Auch was die Dienstunfähigkeitsversicherung anbelangt, muss jeder für sich selbst entscheiden, wie hoch seine Rente im Falle einer Dienstunfähigkeit sein sollte, und entsprechend wird sich der monatliche Beitrag unterscheiden!

Zwei Monate Vorlauf solltet ihr für das Abschließen von Versicherungen auf jeden Fall einplanen. Auch wenn ihr euch selbst für völlig gesund haltet, in der Vergangenheit aber öfter mal beim Arzt wart, gestaltet sich die Suche nach einer passenden Krankenversicherung möglicherweise nicht ganz einfach. Deshalb unbedingt etwas Vorlaufzeit einplanen.

 

2. „Ausrüstung“ zulegen

Es macht wie gesagt wenig Sinn, sich im Vorfeld mit verschiedenster Fachliteratur einzudecken, die man am Ende gar nicht braucht, aber es gibt durchaus einige Dinge, die ihr definitiv im Lehrerberuf brauchen werdet und die man sich auch ohne Erfahrung im Vorfeld bereits besorgen kann.

Dazu zählt beispielsweise die Lehrertasche. Welche Modelle besonders beliebt und auch empfehlenswert sind, findet ihr in unserem gesonderten Blog-Artikel zu diesem Thema. Auch ein gut funktionierender Laptop bzw. Tablet sind unverzichtbar. Wer also ein eher älteres Modell eines Laptops besitzt, der bereits laut brummt, wenn man mehrere Seiten im Internet-Browser geöffnet hat, regelmäßig abstürzt und für das Öffnen von Dateien so lange braucht, dass man sich nebenher einen Kaffee machen kann, der sollte ernsthaft darüber nachdenken, sich noch vor dem Referendariat ein neues Gerät anzuschaffen. Das spart viele Nerven und das Gerät kann darüber hinaus von der Steuer abgesetzt werden – also unbedingt ab jetzt alle Rechnungen für sämtlichen Schulbedarf gut aufbewahren! Auch zu diesem Thema findet ihr einen gesonderten Blog-Artikel. Darüber hinaus schadet es nicht, sich ein paar Outfits zuzulegen, die dem Lehrerberuf angemessen sind, solltet ihr so etwas nicht ohnehin im Schrank haben.

Daneben gibt es noch viele weitere kleine Dinge, die in einem gut ausgestatteten Arbeitszimmer bzw. in einer Lehrertasche nicht fehlen dürfen. Die unserer Meinung nach 10 wichtigsten „Must Haves“ haben wir in unserem Starterpaket zusammengefasst. Darüber hinaus findet ihr in einem gesonderten Blog-Artikel außerdem noch eine etwas ausführlichere Shopping-Liste mit Einkaufstipps fürs Referendariat. Damit solltet ihr dann wirklich bestens ausgestattet ins Ref starten können.

 

3. Verschiedenen Gruppen auf Facebook beitreten

Natürlich ist ein Account bei Facebook kein Muss und es gibt durchaus berechtigte Kritik an diesem sozialen Netzwerk. Wir kennen definitiv auch Menschen, die es ohne Social-Media-Account gut durchs Studium und Referendariat geschafft haben. Nichtsdestotrotz kann man nicht leugnen, dass man in diversen Gruppen immer wieder Inspiration für den eigenen Unterricht findet und bei Problemen jeglicher Art in der Regel viele Ratschläge erhält, wenn auch mitunter unterschiedlicher Qualität. Durch die Mitgliedschaft in solchen Gruppen bekommt man jedenfalls automatisch einen Einblick in Probleme, die viele angehende Referendare und Junglehrer beschäftigen. Auf diese Weise kann man sich zumindest schon einmal im Vorfeld einen Überblick verschaffen über das, was einen erwartet. Darüber hinaus finden sich über solche Gruppen in der Regel Referendare schnell zusammen, die beispielsweise demselben Studienseminar zugeteilt wurden. So kann man sich vorab schon etwas kennenlernen, was vielen die Nervosität vor dem ersten Tag nimmt.

 

4. Reinschnuppern in Schulbücher

Was keiner von uns gemacht hat, wir aber rückblickend empfehlen würden, ist Folgendes: Besorgt euch von der Uni-Bibliothek ein paar Schulbücher für eure Fächer. Vielleicht habt ihre Freunde oder Bekannte, die bereits im Referendariat sind und euch sagen können, welches Schulbuch von welchem Verlag in eurem Fach an den meisten Schulen genutzt wird. In Deutsch ist das in Bayern beispielsweise das Deutschbuch von Cornelsen, in Englisch die Reihe Green Line New vom Klett-Verlag, wobei einige Schulen nun mit dem neuen Lehrplan auf das Lehrwerk Access von Cornelsen in Englisch umsteigen.

An weiterführenden Schulen versucht man Referendare zu Beginn meist in der Mittelstufe einzusetzen – da kann man wohl am wenigsten verwüsten :D. Warum also nicht einmal ein Schulbuch für die 7. und 8. Klasse ausleihen und durchschauen. In aller Regel sind die Inhalte des Studiums weit von dem entfernt, was man später als Lehrer in der Schule unterrichtet, und da schadet es gewiss nicht, sich ein bisschen auf den bevorstehenden Unterrichtsalltag mit so einer Lektüre einzustimmen. Nicht schaden kann es außerdem, schon einmal etwa Material von Freunden und Bekannten zu sammeln.

 

5. Einem Lehrerverband beitreten

Es gibt für verschiedene Schularten unterschiedliche Lehrerverbände. Man sollte natürlich darauf achten, dass man sich auch für einen Verband entscheidet, der die Interessen der eigenen Schulart vertritt. Für Grund- und Mittelschule in Bayern ist das der BLLV, für Gymnasium der BPV. In der Regel sind die Mitgliedsbeiträge während des Referendariats noch recht gering und lohnen meist schon aufgrund der oft in der Mitgliedschaft enthaltenen Schlüsselversicherung. Erkundigt euch diesbezüglich bei den Verbänden, die für euch in Frage kommen.

 

6. Wohnungssuche

Sobald ihr einer Seminarschule zugeteilt wurdet, solltet ihr euch natürlich auf Wohnungssuche machen. Auch hierzu gibt es spezielle Gruppen auf Facebook, wo Referendare ihre Wohnung an Referendare weitervermitteln, wenn sie diese selbst nicht mehr brauchen. Darüber hinaus lohnt es sich, an der jeweiligen Schule nachzufragen, ob es eine Wohnungsliste gibt. Manchmal stellen Schulen im Laufe der Jahre Listen mit Vermietern zusammen, die gerne an Referendare vermieten!

 

Wenn ihr euch mit all diesen Punkten im Vorfeld etwas näher beschäftigt habt, sollte es keine bösen Überraschungen zu Beginn des Referendariats geben und ihr könnt völlig stressfrei ins Berufsleben starten! Wenn ihr darüber hinaus keine neuen Blog-Einträge verpassen wollt, dann gebt doch unserer Facebook-Seite einen „like“ und ihr seid immer auf dem neuesten Stand 😉

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